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Zufall3177
hat 24 Musiker aus Rom für 4 Tagen eingeladen, um die "Musikalische Szene" der
Hauptstadt wachsen zu lassen. Diese Musiker spielen normalerweise nicht
zusammen. Coincidenza ist weder eine Band noch ein Compilation, sondern ein
Kollektivalbum einzig in seiner Art, aus dem Zufall geboren: die Musiker haben
sich vor der Aufnahme nicht gekannt, aber seit langem zu einer ähnlicher
Musikszene gehören. Dem Zufallprinzip folgend sind Formationen entstanden. Die
Musiker haben basierend auf der gemeinsame Kenntnis der Improvisation Stücke
gespielt, die sich zwischen Free Jazz, Rock, Konkreter, Elektronischer und
Minimalistischer Musik bewegen.
Das Ergebnis ist in deinen Händen, du kannst es hören, lieben oder ... mit dem Hören zerstören ... metaphysisch.
Reviews
Rigobert Dittmann - Bad Alchemy
Nun, zumindest kann ich jetzt nicht mehr behaupten, dass die römische
Improszene für
mich ein weißer Fleck ist. Nicht weniger als 24 MusikerInnen versammelten sich
an vier
Sommertagen 2005 und mischten in
wechselnden, 2- bis 8-köpfigen Besetzungen ihre
elektroakustischen Hand- & Fuß- & Mundwerksounds. Wer mag, darf dabei
an die
Selbstdarstellung der San Diego-Szene im Trummerflora Collective denken, an das
Collectif Inaudible in Brüssel oder die Kraakgeluiden-Clashes in Amsterdam,
ohne so
aber der römischen Zufalls-Ästhetik näher kommen. Es dominieren Schlagzeuge und
Gitarren, Bässe und Stimmen, dazu kommen ein Piano zum Behämmern, ein Tröter
und ein
Flöter, vor allem aber recht bizarre Vorstellungen von Free Rock und Weird
Noise.
Plinkplonking kann man jedenfalls vergessen. Die Spieler agieren ansonsten in
Bands
wie Larsen Lombriki, Dada Swing, Hiroshima Rocks Around, That Noise From The
Cellar,
Oblomov, Overlook Hotel etc., Namen, die - MySpace verrät es - für den
überkandidelten- DIY-Wildwuchs südlich der Alpen stehen, von Trash über
italiano-
"yes"-wave-electro-punk-pop bis zu Melanchodelic. Andererseits ist
Luca Miti (*1957)
ein alter Hase der Zeitgenössischen Musik und speziell die besonders Aktiven
wie
Giancarlo Esposito, Tiziana Lo Conte oder Diego Mazzoni sind freie Mitarbeiter
und
der Klarinettist Renato Ciunfrini sogar ein Spezialist der "human
contemporary free
form", etwas mit Kala oder Fanfararara. Insofern wurde da schon sehr über
die Stränge
geschlagen, denn viele unter den 24 kannten sich nur vom Sehen oder Hörensagen.
In der ersten Hälfte der 26 Glieder der Zufall-Kette dominieren die
"Rocker", in
letzten Fünftel kulminiert die gemeinsam gemachte Erfahrung in 7-tet und
8-tet-Konsonanz. Durchwegs hört man, dass das freie Improvisieren als
Herausforderung
angenommen wurde, ohne groß nach einschlägigen Blueprints zu schielen.
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